Neolithische Kreisgrabenanlage diente astronomischen Beobachtungen

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19 Sep 2016 09:51 #1 von Jupiterl
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Neolithische Kreisgrabenanlage diente astronomischen Beobachtungen
18. September 2016, 17:16

Archäologen bestätigen Funktion der jungsteinzeitlichen Konstruktion nahe Quedlinburg in Sachsen-Anhalt

Halle (Saale) – Im Jahr 2000 entdeckte man aus der Luft nahe der Stadt Quedlinburg in Sachsen-Anhalt seltsame Wuchsunterschiede in einem reifen Getreidefeld, die auf ringförmige Strukturen hindeuteten. Genauere geophysikalische Untersuchungen bestätigten drei Jahre später die ursprüngliche Vermutung, dass es sich um die Überreste einer urzeitliche Anlage handelt. Doch was war der Zweck der konzentrischen Kreise? Mehrjährige Grabungen brachten schließlich die Antwort auf diese Frage ans Licht: Die aufwendige Konstruktion dürfte vor fast 7.000 Jahren als astronomisches Observatorium gedient haben.

Seit 2010 untersucht das Institut für Prähistorische Archäologie der Freien Universität Berlin in Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt die Kreisgrabenanlage. Die Datierung ergab, dass sie zwischen 4800 und 4700 vor unserer Zeitrechnung errichtet wurde. Die bisherigen Untersuchungen haben erstaunliche Einsichten in die Planung und Ausführung dieser Anlage erbracht. Sie bestand aus drei ringförmigen, ursprünglich rund 2,5 Meter tiefen und 3 Meter breiten Gräben mit V-förmigem Querschnitt und einer, abschnittsweise zwei parallelen Innenpalisaden. Die vier Tore waren exakt auf jeweils in Blickrichtung gelegene Landmarken ausgerichtet, wie Computermodelle der umgebenden Topographie ergaben.

Weiteres:
derstandard.at/2000044418349/Neolithische-Kreisgrabenanlage-diente-astronomischen-Beobachtungen

PS: QEE (quod erat expectandum)
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