Hunnen brachten einen neuen Lebensstil

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22 Mär 2017 22:27 #1 von Ariadne
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Hunnen brachten einen neuen Lebensstil

Der Einfall der Hunnen ließ das spätrömische Reich erzittern. Ihre Begegnung mit der Bevölkerung der Grenzregionen war aber nicht nur von Gewalt geprägt Cambridge/Wien – Die Hunnen genießen in der Geschichtsschreibung nicht unbedingt den besten Ruf – vermutlich auch nicht ganz zu Unrecht. Die hunnischen Reiterscharen aus Zentralasien, eine uneinheitliche Mischung nomadischer und halbnomadischer Stämme, drangen im vierten und fünften Jahrhundert plündernd und brandschatzend in das spätrömische Reich ein. Der Völkersturm löste in Europa nicht nur eine Kettenreaktion an Wanderbewegungen aus, sondern erschütterte letztlich auch die Grundfesten des Weströmischen Imperiums. Will man römischen Chronisten Glauben schenken, dann trugen die Hunnen ausschließlich Schrecken und Gewalt in die eroberten Gebiete. Hunnen einmal anders Aktuelle britische Ausgrabungen zeichnen dagegen ein etwas differenzierteres Bild vom Einfluss dieser Völker aus dem Osten: Gebeine aus Gräbern in Ungarn, der damaligen Grenzprovinz Pannonien, vermitteln erstmals einen detaillierten Eindruck davon, wie die Begegnung zwischen der Bevölkerung der römischen Peripherie und den Hunnen im fünften Jahrhundert ausgesehen haben könnte. Das Aufeinandertreffen war demnach offenbar nicht unbedingt ausschließlich gewalttätiger Natur – im Gegenteil.

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