Moel y Gaer Llanbedr Dyffryn Clwyd 2009 - Die Grabungskampagne 2009
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- Geschrieben von Raimund Karl
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Die Grabungskampagne 2009
Ein Team der Bangor University öffnete in Zusammenarbeit mit dem “Heather and Hillforts”-Projekt zwei Schnitte (bis zu einer maximalen Fläche von ca. 200 m2 in Übereinstimmung mit den Bedingungen des Scheduled Monument Consent) in jenem Bereich, der am stärksten von den Beschädigungen durch Schafe betroffen war. Diese Zone entsprach weitgehend der Zone mit den stärksten Hinweisen auf intensive Feuereinwirkung im Bereich des inneren Walls an der nordöstlichen Ecke von Moel y Gaer Llanbedr D.C. Die Grabung diente gleichzeitig als Lehrgrabung für StudentInnen der Universität Wien und als öffentliches archäologisches Projekt, an dem einige interessierte Laien aus der Umgebung teilnehmen konnten. Die Grabungen begannen am 20.7.2009 und endeten mit der kompletten Verfüllung der geöffneten Schnitte und der Reparatur der beschädigten Teile der Wallanlage im Bereich der Grabungsfläche am 18.8.2009. Das Wetter, obwohl gelegentlich etwas feucht und windig, war im Allgemeinen einigermaßen gut und gestattete einen raschen und weitgehend problemfreien Grabungsfortschritt. Die Grabungsnachbearbeitung begann unmittelbar danach und ist inzwischen im Wesentlichen abgeschlossen, obwohl nach Möglichkeit noch einige weitere naturwissenschaftliche Analysen durchzuführen sind (Dendrodatierung größerer Holzkohlefragmente, OSL-Datierung von vitrifiziertem Material aus dem Wall, genauere Bestimmung des vitrifizierten Materials und darin enthaltener geringer Schlackenreste).
Forschungsfragen
Die Grabung verfolgte eine Reihe von Zielen, von denen sich manche aus den Interessen der Kollaborationspartner in diesem Projekt[3] oder anderen Forschungsprojekten der Bangor University[4] und dem University of Wales Centre for Advanced Welsh and Celtic Studies[5] ergaben. Die zwei hauptsächlichen Forschungsfragen, die durch die Grabung beantwortet werden sollten, waren:
Ø Daten zur Konstruktion der Wallanlage zu sammeln und
Ø datierbares Material zu gewinnen, mittels dessen wenigstens ein grober Datierungsrahmen für die Nutzung der Fundstelle ermittelt werden kann.
Sekundäre Fragen waren:
In Zusammenarbeit mit dem “Heather and Hillforts”-Projekt
Ø zu untersuchen, ob ein früherer Eingang in die Höhensiedlung Moel y Gaer Llanbedr D.C. im Bereich der in den geophysikalischen Untersuchungen festgestellten starken Anomalie bestanden hat (Brooks & Laws 2008) und
Ø zusätzliche Informationen zur Interpretation dieses Bodendenkmals zu gewinnen, insbesondere im Hinblick auf seine Datierung, Konstruktionsweise und seine Beziehungen zu anderen Höhensiedlungen in der Clywdian range und auf den Llantysilio mountains.
In Zusammenarbeit mit dem “Early Celtic Societies in North Wales”-Projekt
Ø zusätzliche Daten zu befestigten Höhensiedlungen in Nordwales zu ermitteln,
Ø zusätzliche Daten für die Etablierung einer soliden Typologie eisenzeitlicher Siedlungen in Nordwales zu sammeln,
Ø eine Datierung der Fundstelle zu gewinnen um ihre Stellung in der chronologischen Sequenz von Flachland- und Höhensiedlungen in Nordwales zu bestimmen und
Ø zusätzliche Daten zu den Beziehungen zwischen lokalen Bevölkerungen des späten 2. und 1. Jahrtausends v.Chr. in Nordwales zu erhalten.
In Zusammenarbeit mit dem “Ancient Britain and the Atlantic Zone”-Projekt
Ø zusätzliche Primärdaten zu frühen keltischen Bevölkerungen in der atlantischen Zone für Vergleiche mit anderen Gebieten entlang des “atlantic fringe” zu sammeln.









