Moel y Gaer Llanbedr Dyffryn Clwyd 2009 - Lage und Beschreibung der Fundstelle, Geologie
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- Geschrieben von Raimund Karl
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Lage und Beschreibung der Fundstelle, Geologie
Die Höhensiedlung Moel y Gaer Llanbedr Dyffryn Clwyd liegt in Denbighshire in Nordostwales an den National Grid-Koordinaten SJ 1490 6174.
Die Fundstelle liegt auf einem vorspringenden, auf drei Seiten steil abfallenden, Sporn unterhalb von Moel Famau in den Bergen von Clwyd (Clwydian Range). Es ist eine von sechs befestigten Höhensiedlungen (von Norden nach Süden: Moel Hiraddug, Moel y Gaer Bodfari, Penycloddiau, Moel Arthur, Moel y Gaer Llanbedr D.C., Moel Fenlli), die auf der Bergkette von Clwyd in einer Reihe liegen. Diese erstreckt sich von der walisischen Nordküste entlang des Clwyd-Tales bis etwa 10 Kilometer südöstlich von Ruthin. Im Vergleich mit den anderen Höhensiedlungen in den Bergen von Clwyd liegt Moel y Gaer Llanbedr D.C. in einer ungewöhnlichen Position: auf ca. 320 – 345 m Seehöhe gelegen, ist sie nicht nur die niedrigst gelegene dieser Anlagen, sie liegt auch im Gegensatz zu den anderen fünf Höhensiedlungen nicht am Hauptkamm der Clwydian Range, sondern auf einem niedrigeren, vom Hauptkamm ins Tal des Clwyd vorspringenden, Sporn. Anders als z.B. Moel Fenlli, welche direkt oberhalb des Bwlch Pen Barras Passes gelegen ist (Brown 2004, 71), kontrolliert diese Anlage weniger den Übergang über die Clwyd-Berge, als vielmehr das Tal des Clwyd selbst. Dank seiner Lage ist nahezu das ganze Tal von der Anlage aus einsehbar, ebenso wie einige weitere Höhensiedlungen auf dem Bergrücken selbst (Moel y Gaer Bodfari, Penycloddiau, Moel Fenlli) sowie eine auf dem im Süden benachbarten Llantysilio Mountain gelegene (Moel y Gaer Llantysilio).
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Abb. 2: Plan von Moel y Gaer, Llanbedr D.C. (Brooks & Laws 2007, fig. 4)
Die Hänge des Sporns, auf dem Moel y Gaer Llanbedr D.C. liegt, fallen an der nördlichen, westlichen und südlichen Seite relativ steil ab, nur an der Ostseite ist ein nahezu ebener Zugang gegeben. Dies verleiht der Anlage den Charakter eines sogenannten inland promontory forts (Brooks & Laws 2008, 3). Die Ostseite der Anlage ist auch die, in der der Haupteingang in diese Höhensiedlung gelegen ist. Ein zweiter, allerdings eindeutig nicht funktionaler, Eingang besteht an der Westseite, an jener Stelle, an der der Sporn am weitesten ins Tal vorspringt (Abb. 2).
Die Höhensiedlung kann in ihrer Gesamtheit vom östlich gelegenen Hauptrücken der Clwydian Range und vom Gipfel von Moel Famau eingesehen werden.
Der Untergrund der Anlage gehört zu der aus dem Silur stammenden Elwy Formation, die hauptsächlich aus Schlammtonen und Sandsteinen besteht. Der hauptsächliche Aufschluss dieser Formation erstreckt sich entlang der Clwydian Range. Alle auf der Fundstelle beobachteten Baureste wurden aus lokalen Steinen erbaut (Malpas 2009).
Die Anlage selbst weist zwei Wälle an der West- und Südostseite sowie im westlichen Drittel der Nordseite auf. Ein dritter, äußerer Wall besteht an der Ostseite – der am besten zugänglichen Seite des Sporns – und in den östlichen zwei Dritteln der Nordseite der Anlage. Im letztgenannten Bereich hat der äußere Wall den größten Abstand von den beiden inneren Wällen und bildet somit eine kleine Erweiterung um eine Zone mit flacherem Boden. Die äußere Wallanlage wurde in den 1980er Jahren durch landwirtschaftliche Arbeiten teilweise beschädigt und überformt (Brown 2004, 71).








